Abschied
Abschied nehmen aus Madrid hieß es am heutigen Freitag. Doch bis zu unserem Abflug hatten wir noch viele Stunden vor uns, für 19.45 Uhr war der Start vorgesehen. Genug Zeit für uns also, nach dem Auschecken noch einmal die spanische Hauptstadt zu besuchen. Unser erster Weg führte uns noch einmal zum Plaza de Tores, wo wir an einer Führung durch die Arena teilnahmen. Emily war zunächst ein wenig skeptisch, aber zum Glück taten wir es. Uns führte nämlich ein absolut netter Spanier, der sogar Deutsch sprach, so dass wir alle Fragen loswerden konnten, die uns unter den Nägeln brannten. Und da wir tags zuvor dem barbarischen Treiben zugesehen hatten, verstanden wir die Ausführungen sogar noch einmal wesentlich besser. Auch wenn uns diese Tradition befremdlich ist und wir sie absolut nicht nachvollziehen oder gutheißen können, so bekamen wir doch tiefe Einblicke in dieses schreckliche Schauspiel.
Danach liefen wir dann durch die City und lernten endlich Don Quijote und seinen treuen Gefährten kennen, der am Plaza de Espana Emily und mich freundlich begrüßte. Oder es wenigstens getan hätte, wenn er nicht so übervölkert gewesen wäre. Die Windmühlen standen zwar nicht in der Nähe, aber dafür jede Menge andere Leute, die wie Deppen auf dem Denkmal rumturnten um sich mit den beiden berühmten Persönlichkeiten fotografieren zu lassen. Kein Wunder, dass er keine Zeit für uns hatte und sich bedauernd uns ansah.
Nach unserer ausgiebigen Besichtigungstour kehrten wir zum Hotel zurück und holten unsere Koffer, von wo wir dann zum Flughafen fuhren. Hier hatte unser Flieger leider 35 Minuten Verspätung, so dass wir erst gegen 23.15 Uhr in Frankfurt ankamen. Tim war so lieb, mich in die Flugkabine zu lassen, wo ich dann die Ehre von uns Smoochies verteidigte und Pe und Pan beim Kniffeln eindrucksvoll in die Schranken wies. Ein netter Zeitvertreib während des Fluges, in dem wir uns wie in einem Transporter mit viel zu wenig Platz vorkamen. Ja, ja. Die Städte der Spanier sind schön, die Maschinen der Iberia aber weniger.
Freuen wir also nun auf Rom, unser nächstes Ziel im August.
