Da haben Bob und Pan aber ganze Arbeit geleistet: Unser zweiter Smoochie Film ist fertig, und dabei sind Bob, Emily, Fabi, Liselle und natürlich ich, Tim. Rund 32 Minuten ist er lang, und der Film zeigt unseren Kurzurlaub in Helsinki in diesem Monat. Besonders stolz bin ich darauf, dass wir alle fünf moderieren. Kurz gesagt: Ein wirklicher Hammerstreifen, da hat unser Bob nicht zu viel versprochen. Viel Spaß allen Zusehern!
Heute ging es so richtig hoch hinaus. Während unserer Stadtrundfahrt machten wir nämlich halt am Olympiastadion von 1952. Ja, so lange ist das her, dass hier die Sportler der Welt um Medaillen kämpften. Bob und ich inspirierte das ungemein – genauer gesagt eine Kampfübung von zwei Hobbyathleten -, und wir demonstrierten der erstaunten Bevölkerung gelungene Kampfszenen auf höchstem Niveau. Atemberaubend. Danach ging es, wie erwähnt, hoch hinaus. Genauer gesagt 72 Meter. Vom Olympiaturm, hatten wir dann eine tolle Aussicht auf die Stadt. Der Wind blies, aber kalt wurde es nicht, es war ja ziemlich heiß.
Erstaunlich fanden wir die Tempelkirche, die in einen Felsen gesprengt worden war. Kein Scherz. Die Norweger hatten da ein Loch in den Felsen gesprengt und anschließend eine Kirche gebaut. Das war schon imposant, zumal man die Felsen berühren kann. Ein ulkiges Gefühl.
Die Zeit schwand dann ein wenig, aber das ist ja nicht so schlimm, es bleibt bekanntlich lange hell. Nur die Öffnungszeiten der Geschäfte und Museen machen da nicht mit. So wollten wir beispielsweise noch das Seurasaari-Freilichtmuseum besuchen, doch die machen schon um 17 Uhr zu. Dabei ist es doch noch viele Stunden lang taghell!
Stattdessen fuhren wir zum Brunnenpark, auch Kaivopuisto genannt. Hier gefiel uns die Aussicht auf die Ostsee. Und nicht fehlen durfte die Eisbrecherflotte, immerhin die zweitgrößte der Welt. Bob musste zugeben, dass die ein wenig mehr Kraft haben als wenn er mit seinem Hammer kommt. Und er gab zu, dass er auch keine Lust habe, den ganzen Tag Fahrrinnen freizuhämmern. Nein, da liegt er lieber in der Sonne und genießt den Tag mit einem Magnum Mint. Das ist nämlich unsere Top-Entdeckung des Urlaubs: ein wirklich leckeres Eis, das uns Pe und Pan mehrmals gönnten!
Tim hat gesagt, ich soll zusammenfassen, was uns sonst noch aufgefallen ist:
- Der Pan ist jetzt ein Streichholz mit Kappe. Er und Pe kauften heute Morgen als erstes eine Baseballmütze. Steht ihm gut, entzündet sich nicht.
- Um 2.45 Uhr morgens ist es hier taghell. Cool.
- Die Finnen haben unheimliche viele Ös und Üs in ihrer Sprache!
- Magnum Mint ist echt lecker. Mehr davon!
Sonne, Sonne, Sonne. Und jede Menge zu sehen. Für so kleine Erdenbewohner wie uns ist Helsinki echt super, überall Wasser zum Plantschen und Rumtoben. Zunächst einmal liefen wir heute Morgen zum Senatsplatz, wo wir eine riesengroße, weiße Kirche betrachteten. Dom nennen die das, und der Platz, an dem sie lag, war einfach wunderschön. Klar, dass wir den Blick von seiner großen Freitreppe genossen. Mitten auf dem Platz steht eine Statue von einem Alexander II, der, wie ich gelesen habe, mal ein Zar war. Muss so eine Art Kaiser sein. Doch viel Respekt hat man nicht mit ihm, sein Kopf ist ziemlich vollgeschissen mit Möwen-Aa.
Natürlich haben wir noch mehr Aa gesehen, beispielsweise auf der Insel Suomenlinna, einer ehemaligen Festungsinsel, die groß und spannend ist. Hier gab es nicht nur richtig dunkle Gänge zu erkunden, sondern am Strand Möwen-Aa, was unserer Emily übel aufstieß. Dennoch gelang es, ein paar tolle Schnappschüsse am Strand zu machen.
Spannend war auch die Seefahrt. Es scheint Tradition zu sein, dass eine Bootsfahrt zum Urlaub in Skandinavien dazu gehört. In Stockholm fuhren wir Boot, in Oslo und nun natürlich auch in Helsinki. Klar, wir mussten ja auf die Insel kommen.
Was orthodox ist, konnte ich Emily noch nicht so ganz erklären, aber das werde ich noch nachholen. Die russisch orthodoxe Kirche jedenfalls hat uns gefallen. Sie steht in der Nähe vom Marktplatz.
Was ist uns sonst noch aufgefallen:
- Der Pan sieht aus wie ein Streichholz. Er hat sich seine Stirn verbrannt, was bei Fabi einen Lachanfall ausgelöst hat. Fabis Versuche sich damit herauszureden, er habe nachts einen Streichholzfilm gesehen, waren zwar lustig, aber erfolglos.
- Die Pe macht aus ihren Blogbeiträgen wissenschaftliche Arbeiten. Schön zu lesen, aber lange in der Entstehung.
- Es wird gegen 23.30 Uhr für eine kurze Zeit dunkel. Echt Cool.
Wir sind da. Vor wenigen Minuten sind wir nach einer langen Wanderung durch die Stadt wieder ins Hotel zurückgekehrt. Wir - das sind doch alle fünf großen Smoochies. Pe und Pan schafften es, auch Bob, Emily, Fabi und Liselle mizunehmen. Ich bin für Ausflüge bekanntlich gesetzt. Das nennt man das Recht des Ältesten! Nach unserem Einchecken im Nobelhotel haben wir einen kleinen Rundgang gemacht. Es ist jetzt 23 Uhr, aber immer noch hell. Cool! Bob und Emily haben das noch nie erlebt und sind außer sich vor Freude! Das tat gut nach den Aufregungen des Tages.
Die Fahrt nach Berlin zum Flughafen war nämlich dramatisch, getreu des Mottos “Wenn einer eine Reise tut…” Zunächst fuhr unser Zug in Würzburg mit zwölf Minuten Verspätung ab. Ich hatte jedoch aufgepasst und gesehen, dass wir schon in Fulda in den Zug nach Berlin umsetigen konnten. Das sparte Zeit. Er stand auf dem Gleis nebenan. Koffer genommen, Sachen gegriffen und ab aufs Nebengleis. Damit hatten wir also acht Minuten wieder aufgeholt. Alles lief planmäßig, bis hinter Göttingen die Stimme des Zugchefs meldete, dass wir über Magdeburg umgeleitet würden. Drama am Bahngleis: Zwischen Berlin und Wolfsburg waren Jugendliche von einem ICE erfasst worden. Die Minuten schwanden, unser Flug sollte um 14.55 abheben, und eigentlich wollten wir um 12.36 Uhr am Flughafen sein. Pan wurde panisch – wie immer – Pe wurde stiller und stiller, nur ich dachte mir, ankommen und dann sehen wir weiter. 13.56 Uhr Ankunft Berlin Hauptbahnhof. Schnell zum Bus zum Flughafen.
Um 14.30 Uhr kamen wir am Flughafen an, stürmten den Schalter, und dank meines Charmes ließen die uns mit. Sie öffneten tatsächlich noch mal den Schalter! Was rannten wir! Vom Einchecken durch die Sicherhheitsüberprüfung zum Abfluggate 42 dauerte es nur knapp zehn Minuten. Rekord! Noch besser als bei unserem Ausflug nach Oslo vor wenigen Wochen.
Netter Flug, nette Busfahrt, nettes Hotel, netter Rundgang. Und so freuen wir uns jetzt auf morgen in dieser schönen Stadt. Es gibt viel zu entdecken – ganz sicher ohne dramatische Momente, auch wenn Bob das so herrlich betonen kann. “Draaaamaatische Momente, liebe Zuseher!” Morgen sicher nicht.

Die Smoochies in Helsinki