Category: Einzeln unterwegs

Kurztrip nach München

Fabi in der U-Bahn Münchner Freiheit Puh, das war aber schon a weng voll am Marienplatz in München. Bestimmt 700 Millionen Menschen waren da unterwegs, und wären wir Smoochies nicht so wieselflink, wären wir bestimmt nicht vorangekommen. Dennoch waren wir erfolgreich bei  unseren kleinen Einkaufstour, denn wir ergatterten die noch so dringend für unsere Kekse benötigten Kisten. Ein Euro hat eine gekostet, und wir haben einen Großteil des Geldes, das uns Tim mitgegeben hatte, in diese Kisten investiert. Immerhin drei Stück! Und darin liegen nun unsere sieben leckeren Kekssorten, die wir an den vergangenen Wochenenden so fleißig gebacken haben. Lecker!

Hätten wir gewusst, dass unser Münchner Kumpel Schorschi so gerne Kekse isst, hätten wir ihm selbstverständlich welche mitgebracht. Ihn, seine liebe Frau und deren  Chef Levin trafen wir nämlich an der Münchner Freiheit, von wo aus wir in den Kaisergarten gingen, ein wirklich nettes Lokal. Hier gab es für uns dann kaiserliches Essen: einen phantastischen Kaiserschmarrn. Ganze 45 Minuten dauerte die Zubereitung, doch jede einzelne Minute des Wartens lohnte sich. Er mundete Fabi und mir köstlich. Ein absoluter Tip!!!!! Können wir nur empfehlen. Enten und Schnitzel haben die da übrigens auch, aber die kamen nicht an diese kaiserliche Köstlichkeit heran.

Ebenso schön war es für uns, den Zahlenmann Johannes kennenzulernen (er hat in seinem Twitter-Profil so viele Einsen und Nullen). Er war a weng geschlaucht, denn seine Freezers hatten am Abend zuvor 1:6 im Eishockey verloren. Tja, kann uns nicht passieren. Fabis Berliner spielten 1:1, und unsere Königsblauen gewannen 5:0.

Ach ja: Begleitet wurden wir von Pe und Pan. Die durften auch mal am Schmarrn naschen. Aber nur einen Bissen, denn kaiserliches Essen ist natürlich in erster Linie was für uns Smoochies.

Und dem Schorschi versprechen wir: Nächstes Weihnachten bringen wir  Kekse mit.

Frauen-Power bei Tommy

Die Mädels bei Wetten dass Mit einer geballten Ladung Frauenpower sind Lily, Anabelle, Emily und ich – Liselle – heute nach Friedrichshafen gefahren, um bei der Abschiedsvorstellung von Thomas Gottschalk dabei zu sein. Die Buben waren zuhause geblieben, sie zogen es vor, sich bei der Fußball-Bundesliga zu langweilen. Uns war’s recht, denn so hatten wir vier die Möglichkeit, die glücklich ergatterten Karten zu nutzen. Mit Onkel Ralf, Pe und Pan fuhren wir mit Onkels Luxusschlitten mit allen schicken Extras zum Bodensee, wo wir pünktlich ankamen.

Warum Frauenpower? Klar, es ging doch um Mode. Und so waren wir neugierig, den etwas durchgeknallten Karl Lagerfeld kennenzulernen, um mit ihm über Mode zu reden. Aber der Karl war gar nicht so lustig. Er beschäftigte sich mit allem, nur nicht mit seinem Job während des Auftritts. Seien wir ehrlich: Modisch sieht der mit  seiner Sonnenbrille mittlerweile immer gleich aus. Wird langweilig.

Gleich daneben saß der Till Schweiger, der nächste Tatort-Kommissar des Nordens, was selbstverständlich unsere Hanseatin Anabelle interessierte. Doch auch er war alles andere als aufmerksam. Er tippte lieber SMS. Mehrere! Ich nehme mal an, es waren unsere Modetipps, die wir Backstage mit Karl ausgetauscht hatten. Wenn der so seine Tatort-Fälle löst, wird es langweilig. Gut, dass wir Smoochies keine Krimis schauen.

Und der Tommy? Der war wirklich wieder gut drauf, er war lustig, und während wir mit ihm hinter der Bühne rumturnten, war unsere kleine Lily mit unseren drei großen Begleitern im Publikum und filmte in Bobs Auftrag ein paar Szenen, die die kleine Maus Euch natürlich hier noch präsentieren wird. Vielleicht habt Ihr sie gehört? Gemeinsam mit Pe feuerte sie den großen Dirk an. “WÜRZBURG!” riefen unsere beiden aus dem Publikum, und die ganze Welt hörte es! Coool!!!

Lily navigiert Noch ein Wort zur Halle: Irgendwie war da alles schlecht organisiert. Zu wenig Toiletten für die Mädels, lange Schlangen weit und breit, und das Hallenpersonal hielt uns doch glatt für Starpräsente! Völliger Quatsch. Wir werden beschenkt und sind keine Präsente. Als wenn wir mit einem Karl Lagerfeld gehen würden. Pah! Da freuen wir uns doch lieber auf unsere Buben zuhause, die uns jeden Wunsch von den Augen ablesen – na ja, fast jeden.

Wie gesagt: Der Tommy war echt prima. Sehr lustig. Und sehr charmant. Ein echter Entertainer. Ein “Superentertainer” eben, würde unser Bob sagen. Und seien wir ehrlich: Der einzige, der Gottschalks Job übernehmen könnte, wäre unser Bob. Doch der hat schon abgelehnt. Er will nämlich keinen Ärger mit Tim, weil unser größter jetzt auf  Michelle steht und dann eifersüchtig wäre. Das würde bestimmt ihre Freundschaft gefährden. Und die geht uns bekanntlich über alles!

Grüße aus den Bergen

Heute erreichte uns eine Karte von Herrn Schmidt. Unser vermisster Mitsmoochie scheint in den Bergen zu sein, wie das unten stehende Bild zeigt. Auf seiner Grußkarte schreibt er:

“Bitte macht Euch keine Gedanken, mir geht es sehr gut … Bei Neubert kam mir die Idee, auch wenn ich immer ein kleiner Kerl bleiben werde, dass ich doch eigentlich schon ganz schön groß bin. Es war mal an der Zeit herauszufinden, wo denn meine anderen Brüder sind … ich vermisse Euch sehr, aber es musste nun mal sein. Bitte seid mir nicht böse. Auf meiner Reise um die Welt habe ich schon ein paar Cousins getroffen. Ihr seht sie auf der Vorderseite dieser Karte. Sie lassen Euch übrigens schön grüßen. Ihr seht also, ihr braucht Euch keine Sorgen machen.”

Danke Herr Schmidt. Und wir hoffen immer noch, dass wir Dich eines Tages wiedersehen.


Unser Kleinster auf großer Reise

Wir sind traurig. Sehr traurig. Immer kam jemand Neues hinzu, doch nun haben wir erstmals einen Abgang zu beklagen. Unser Herr Schmidt ist gestern zu seiner großen Reise aufgebrochen. Er sagte leise “Servus” und schwups, war er weg. So wie es seine Art ist, still, leise, ohne viel Aufhebens. Wir verlieren mit ihm unserer kleinen Handwerker, der immer für uns zur Stelle war, wenn es darum ging, anzupacken und die Dinge zu richten.

Herr Schmidt

Wohin er geht, hat er uns nicht gesagt. Wie lange er bleibt, auch nicht. Wir wissen aber, dass er weiß, was er tut, und darauf vertrauen wir. “Ein Mann muss seinen Weg gehen”, hat er immer gesagt, schon damals im Mai 2009, als er völlig überraschend zu uns stieß.

Herr Schmidt: Wir - Anabelle, Emily, Liselle, Lily, Joe, Fabi, Bob, Oli, Sven, Jamie, Max, Marc, Nils, Pe, Pan und ich, Tim – wünschen Dir, unserem Bruder, Freund und Smoochie alles Gute. Wir werden Dich vermissen und hoffen, dass wir uns eines Tages wiedersehen.

Unten und Oben

Am heutigen Feiertagsmontag war das Wetter erneut einmalig schön, die Sonne lachte vom Himmel. Doch das hielt uns nicht davon ab, in die Tiefe zu steigen.  Und zwar genau über 400 Stufen hinunter in die Kristallhöhle Kubach, der einzigen Kristallhöhle in Deutschland in der Nähe von Weilburg. Geschützt mit Helm und topfit stiegen wir hinunter, und die zauberhafte Welt der Kristallhöhle hat uns natürlich sofort eingenommen.

Kubacher Kristallhöhle In die Tiefe kommt man übrigens mit einer Führung. Das ist auch gut so, denn obwohl wir Smoochies schon viel wissen, haben wir noch jede Menge gelernt über die Höhle, die während der Eiszeit entstanden ist. Für uns war es vor allem deswegen interessant, weil die Höhle in Kubach ja bereits die dritte Höhle ist, die wir besucht haben. Und im Gegensatz zur Höhlenexpedition in Kochel am See (wo wir klettern mussten) und zur dunklen und kalten Eisriesenwelt ist diese Schauhöhle sehr schön beleuchtet, so dass sie großen Eindruck bei uns hinterlassen hat. Klar, ein Besuch lohnt sich.

Eindruck hinterlassen scheinen übrigens auch wir zu haben, denn die netten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Höhle riefen uns sogar namentlich zur Führung auf. „Die Teilnehmer der Gruppe B und die Smoochies werden zum Helmraum gebeten.“  Eine wirklich nette Geste!

Spannend ging es dann weiter, als wir nach der Besichtigung der Höhle nach Braunfels fuhren, wo es oben auf dem Berg ein sehenswertes Schloss gibt. Man kommt aber nur zu jeder vollen Stunde mit Führung da oben rein, ohne sieht man nicht ganz so viel. Wir hatten aber keine Lust so lange zu warten und aßen stattdessen lieber ein leckeres Eis auf dem Marktplatz. Das war zweifellos der ideale Abschluss unserer zwei tollen Tage im Taunus.

Indian Summer im Hochtaunus

Sven und Anabelle in der Saalburg Wenn Smoochies reisen, ist das Wetter schön. Diese eigentlich richtige Aussage trifft zwar nicht immer zu, an diesem Wochenende aber schon. Denn das Wetter ist geradezu phantastisch, so dass unsere Tour durch den Taunus zu einem farbenfrohen Fest der Sinne wird. Tim sagte dazu, dass wir hier den Indian Summer erleben, den wir vor zwei Jahren in New England versäumt haben (Ihr erinnert Euch sicherlich, es regnete fast ununterbrochen).

Im Hochtaunus waren wir noch nie zuvor, obwohl er fast unmittelbar vor unserer Haustür liegt. Er ist gerade mal 130 Kilometer weg. Unsere erste Station am heutigen Tag war das Römerkastell Saalburg bei Bad Homburg, das angeblich beliebteste archäologische Ausflugsziel Hessens. Richtig gelesen, wir sind in Hessen, dem Heimat-Bundesland des Pans, und so ist es nicht verwunderlich, dass er schon mal auf der Saalburg war. Er kann sich aber nicht mehr an Einzelheiten erinnern. Dabei ist sein Besuch doch erst 35 Jahre her. Schwach! Die Saalburg jedenfalls ist echt toll, und es gelang uns kleinen Smoochies sogar, für ein Foto von Anabelle und Sven jede Menge Helfer zu rekrutieren, um das erste Smoochie-Goldenes-Laub-Foto zu schießen. Zauberhaft! Preisverdächtig.

Ob wir den Limes gesehen haben? Ja sicher, wir sind nämlich den Pfad rund um die Burg gegangen. Man erkennt ihn auch, die paar aufgestellten Grenzpfähle sind aber ebenso rekonstruiert wie die Saalburg selbst. Dennoch: Wirklich sehenswert.

Tim und Liselle Nach dieser Anstrengung ging es übrigens schnell in die Kurstadt Bad Homburg. Hier machten wir nicht nur den Kurpark unsicher, sondern gönnten uns ein riesengroßes leckeres Eis. Richtig gelesen: Tim spendierte jedem von uns eine leckere Eistüte mit unseren Lieblingssorten. Ich nehme ja an, er war heute nur so großzügig, weil Oma Traudl uns begleitet. Da zeigt er sich von seiner liebsten Seite.

Zum Abschluss des Tages sind wir klettern gegangen. Während unser Oli bekanntermaßen die Würzburger Kletterhalle mit Leichtigkeit hoch und runterklettert, begaben wir uns an den Eschbacher Klippen direkt an den Fels. Was war das spannend, den harten Fels zu spüren und sich mit aller Kraft hinaufzuziehen. Eine enorme Leistung für uns kleinen Smoochies! Lustigerweise liegt unsere (sehr schöne) Pension Roswitha nur knapp 200 Meter von diesem kleinen Ausflugsparadies entfernt. Für uns natürlich ideal, denn nach dieser schönen Klettertour waren wir ganz geschafft und sind ziemlich müde ins Bett gefallen.

Ein wirklich toller Tag!

Auf Ludwigs Spuren

Fabi auf König Ludwigs Spuren Mit einer kleinen, aber wirklich feinen und schönen Wanderung ist unser viertägiger Ausflug ins Allgäu zu Ende gegangen. Am heutigen Morgen folgten wir der äußerst netten Frau Anke aus Füssen durch den Wald. Sie holte uns am Hotel ab und ging mit uns auf König Ludwigs Spuren. Ganz historisch! Wir sahen das Märchenschloss Neuschwanstein, wundervolle Seen und Hohenschwangau, sogar einen Miniwasserfall und eine Miniklamm durften wir bewundern. Und das alles untermalt von spannenden Erklärungen aus der Geschichte, die mich als alten Historiker natürlich beeindruckten.

Besonders märchenhaft war der Alpenrosenweg, den wir teilweise begingen. Nicht nur der Name selbst ist märchenhaft, sondern man kann sogar märchenhafte Geschichten lesen. Denn in einigen Schautafeln sind internationale Märchen zum Beispiel aus Bosnien oder der Türkei zu finden. Das Märchen der Smoochies haben wir noch nicht dabei, aber ich bin sicher, dass Oli, Sven und Jamie ihr Smoochie-Lieblingsmärchen von der leckeren Banane niederschreiben, so dass es dann dort aufgenommen werden wird.

Interessant sind übrigens auch die Touristenmassen, die sich am Schloss Neuschwanstein tummeln, das übrigens weniger schön sein soll als das Schloss Hohenschwangau. Neuschwanstein ist halt bekannter, obwohl es nie fertig gebaut wurde. Da fehlt noch irgend was! Insgesamt steht aber alles im Zeichen Ludwigs II., und so stießen auch wir immer wieder auf seine Spuren. Wir sahen das Schloss, wo er im Sommer sonnte, den See in dem er schwamm und gingen Wege, die er ritt. Wer’s übrigens nicht weiß: Der gute Ludwig sah mit zunehmenden Alter immer schlechter aus. Hätte er damals schon die Smoochies gekannt, wäre er vielleicht a weng fröhlicher gewesen.

Wir waren es auf jeden Fall an diesem Tag, denn wir genossen noch einmal einen schönen und spannenden Vormittag. Einen kleinen Tipp haben wir noch: Probiert unbedingt Bayerische Creme. Schmeckt megalecker. Der Anke aus Füssen und der Simone aus dem Allgäu ein smoochiehaftes Danke.

Die Helden von 08/13

Bob beim Viehschaid Heute standen unsere Freunde, die Kühe im Mittelpunkt des Interesses. Sie sind nämlich die Stars beim traditionellen Viehscheid, bei dem wir Smoochies erstmals in Obermaiselstein eingeladen waren. Wir begleiteten das Vieh, wie es im Allgäu heißt, am frühen Morgen von der Grasgehrenhütten zum Viehscheidplatz in Obermaiselstein, wo die Tiere an ihre eigentlichen Besitzer zurückgegeben wurden. In den Sommermonaten stehen sie auf den Alpen in den Bergen, fressen das leckere und gesunde Gras und fühlen sich einfach nur wohl - und gesund, was sie dann auch bleiben, wie man uns versichert hat.

Der Weg hinab ins Tal – immerhin rund acht Kilometer – war untermalt von ohrenbetäubendem Lärm, denn jede Kuh der Herde, die wir begleiteten, hatte eine riesige Schelle um den Hals. Wir würden Glocke sagen, aber hier ist das verpönt. Bei jedem Schritt bimmelte es so laut, dass man sich schon fragte, wie die armen Kühe den Krach aushalten konnten. Einige wollten wahrscheinlich deshalb immer wieder ausbüchsen und lecker Gras fressen, doch das verhinderten die Viehtreiber, so dass wir pünktlich gegen 9.15 Uhr am Scheidplatz im Tal ankamen. Hier warteten tausende Menschen auf unsere Gruppe – wir waren nämlich standesgemäß die ersten. Es war richtig voll, es gab die ersten Biere, und wir kamen in den Genuss eines Ochsenbrötchens, das hier als Delikatesse gilt. Es war ganz lecker, aber Kuchen mag ich nun doch lieber.

Darauf ging es ab nach Füssen, aber nicht, ohne zuvor einen draaaaaamatischen Moment erlebt zu haben. Denn Anabelle glaubte, zwei Kameraobjektive verloren zu haben. Zum Glück löste sich alles in Wohlgefallen auf, sie waren noch im Auto. Füssen, die berühmte Stadt im Allgäu mit dem noch berühmteren Schloss des König Ludwigs – morgen darüber mehr – ist das letzte Ziel unserer kleinen Tour. Wir marschierten über den Klettersteig hinauf zur Spitze des Tegelbergs, von wo die berühmte Tegelbergbahn wieder hinunter ins Tal führt. Bei wem es jetzt noch nicht geklingelt hat, der sei an den 12. August 2011 erinnert. Richtig! Hier war ein Gleitschirmflieger im Seil der Gondel gelandet, weshalb alles zum Erliegen kam. Nichts ging mehr. Und glaubt es nun, oder auch nicht: Zwei der Helden, die die 15 eingeschlossenen Passagiere am 13. August gerettet haben, waren unsere Begleiter beim Weg auf den Berg. Thomas und Stefan schilderten uns, was passiert war, zeigten uns die Stelle des Unglücks und erklärten, wie die Rettung ablief. Wir fuhren sogar in der Unglücksgondel. Ob ich Angst hatte? Nein, ganz sicher nicht, denn die beiden Helden von 8/13 waren ja bei mir! Genial! Zeitgeschichte live! Danke Jungs!

Bob und der Held

Jetzt sitzen wir übrigens in einem Hotel in Füssen und genießen den Abend. Wir haben sturmfreie Bude, denn Pe und Pan sind gleich weg. Das wird bestimmt lustig in diesem schönen und noblen Aktivhotel.

Ein spannender Tag!

Alpine Tour

Anabelle auf dem Hochgrat Hui, was war ich schwarz! Mein weißes Fell war ganz moorig, denn ich durfte mal eben in einen Holzschober springen, der voller Moor war. Fast schwerelos fühlte ich mich, was mir natürlich ausgesprochen gut gefiel. Und heilsam war es, denn Moorbäder helfen ja so ziemlich gegen alles. Und für manches, wie zum Beispiel fürs Kinderkriegen. Das sei zwar wissenschaftlich nicht erwiesen, doch meistens helfe es, den Klapperstorch über den Kinderwunsch zu informieren, erklärte man mir.

Nach einem kurzen Abstecher bei einem ganz leckeren Brötchenladen samt super nettem Bäcker fuhren wir nach Oberstaufen. Hier soll es so übrigens richtig teuer sein. Und meine teuren Füßchen wurden hier in der Folgezeit arg strapaziert. Denn Pe und Pan zwangen mich mit auf eine Tour vom Hochgrat herunter, dem mit immerhin 1833 Metern höchsten Berg im westlichen Allgäu.

Die Hochfahrt war angenehm, wir fuhren nämlich in der Hochgratbahn hinauf. Da hatte ich eine schöne Aussicht hinunter ins Tal, die mich auch auf dem 1708 Meter hohen Ausgangspunkt für die vielen Wanderrouten begeisterte. Dann aber kamen die beiden oben erwähnten auf die Idee, den alpinen Wanderweg hinunter zur Talstation zu laufen. Ja, richtig gelesen: laufen! Und das mit meinen zarten Füßchen! Der Anfang war noch sehr schön, denn es ging hoch und runter auf schönen Naturwegen. Doch nach knapp eineinhalb Stunden ging es nur noch bergab über Asphalt und andere Gesteinsbrocken. Und zum Höhepunkt kletterte ich durch gefällte Bäume hindurch, denn wir mussten ja irgendwie hinunter, kein Bus ging mehr. Ich gebe es ja zu: Spannend war es trotzdem, auch weil ein wirklich netter Mann mir alles über die Natur hier erklärte. Was ist eine Alpe, wie sieht sie typischerweise aus, wo stehen die ganz alten Bäume? Das war schon interessant. Und seid versichert: Nach über fünf Stunden kamen wir völlig fertig an.

So nebenbei möchte ich erwähnen, dass wir Absynth, das high machende Getränk der Künstler probiert haben. Passt gut, schließlich sind wir Smoochies ja auch so eine Art Künstler-Rasselbande. Schmeckte übrigens sehr interessant!

Unten angekommen fuhren wir zur Grasgehrenhütte in Obermaiselstein, wo morgen der Viehscheid beginnt. Da werden dann die Almkühe hinunter ins Tal getrieben und an ihre Besitzer übergeben. Doch darüber wird ganz sicher der Bob berichten.

Bei den Moorleichen

Fabi im Moor Hättet Ihr es gewusst? Man kann im Moor tatsächlich versinken. Bob wollte es mir ja nicht glauben, aber auf meine Nachfrage beim freundlichen Führer bekam ich es bestätigt: Ist das Moor tief genug, versinkt man, denn es zieht einen langsam hinab. Diese und noch viel mehr interessante Sachen haben wir heute gelernt, als wir im Wurzacher Ried das Moor erkundeten. Wie? Das kennt Ihr nicht? Kein Problem: Wir sind am Rand des Allgäus – im Württembergischen Teil – und besuchen für vier Tage die Region. Und heute stand halt Bad Wurzach auf dem Reiseplan, eine Kurstadt, die alles dem Moor zu verdanken hat.

Da gehört eine spannende Führung samt Torfstecher-Menü zum guten Ton. Und selbstverständlich bekamen wir Geschichten von Moorleichen zu hören, die ab und zu schon mal wieder aufgetaucht sind. Einmal soll eine Frau gerade noch so gefunden worden sein, als sie schon fast bis zum Hals im Moor steckte. Es war also wirklich spannend (für Anabelle auch manchmal etwas gruselig), auch wenn wir leider keine Gelegenheit hatten, mit dem kleinen Moorzug zu fahren. Auch den gibt es hier, die krummen Schienen der Schmalspurbahn sehen echt abenteuerlich aus. Ich hoffe aber, dass wir es irgendwann noch hinkriegen, mit knapp 6,5 Stundenkilometern durch das Moor zu düsen – samt Entgleisung, die eine Menge Gaudi bringen soll.

Rein altersmäßig gesehen scheinen Bob, Anabelle und ich übrigens die jüngsten Gäste der Stadt zu sein, deren Gemeindegebiet übrigens größer als das von Lichtenstein ist. Hier laufen nämlich jede Menge ältere Menschen über 60 Jahre rum, “Best Ager” genannt. Noch älter sind es im Marketingdeutsch dann die “Best Ager plus”. Witzig. Würde mich mal interessieren, wie die uns nennen würden? “Top Ager +”? Würde passen, denn top drauf sind wir Smoochies bekanntlich den ganzen Tag.

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