Category: Alle unterwegs

Abschied aus Rom

Smoochie-Cool: Bob Habe ich schon gesagt, dass wir wiederkommen werden? Nein? Dann noch einmal für alle: Rom war smoochieschön, und wir sind uns einig, dass es nicht ewig dauern wird, bis wir diese grandiose Stadt wiedersehen werden. Wir haben zwar viel gesehen, aber vieles nicht, so dass wir zurückkehren müssen. Tim, unser Finanzsmoochie, rechnet und wird bald einen Finanzierungsvorschlag übermitteln.

Wie schön Rom ist, haben wir heute noch einmal erlebt. Wir fuhren mit Bus und Bahn zur ehemaligen Papstresidenz St. Giovanni in Laterano. Hier probierten wir unsere neu erstandene Super-Coolie-Smoochie-Sonnenbrille aus, die uns alle perfekt kleidet. Wow, was sehen wir darin gut aus ( in unserem neuen Film werdet Ihr eine Moderation mit Sonnenbrille sehen). Danach ging es leider zurück ins Hotel, wo wir ganz enstspannt am Pool auf die Abreise warteten.

Die kam dann gegen 17 Uhr, und wir erlebten, dass eine Fahrt vom Hotel zum Flughafen nicht unbedingt 90 Minuten dauern muss, sondern es das ganz auch schon in knapp 30 Minuten geht. Herrlich! Denn so drehten wir im Pool unsere Runden.

Nun sitzen wir gerade wieder in unserer Smoochie-Hochburg in Unterfranken und trauern diesem schönen Urlaub nach, dass er schon zu Ende ist. Freuen wir uns aber schon jetzt auf den September! Denn dann geht es in die Bergwelt! Es bleibt also spannend!

Emily und Bob

Leckere Villa

Ihr Name klingt ein wenig wie ein italienisches Nudelgericht, und so lecker wie das ist, so schön ist sie auch: Die Rede ist von der Villa Borghese, die wir heute aufgesucht haben. Bei herrlichstem Sonnenschein und smoochiemäßig angenehmen Temperaturen durchwanderten Liselle und ich die grüne Lunge Roms, bestaunten die herrlichen Brunnen und erfreuten uns an der grünen Natur, die hier wirklich schön anzusehen ist.

Weniger schön anzusehen – weil extrem nervig – sind die unzähligen Blödsinn-Verkäufer an der Spanischen Treppe, die wir uns heute bei Tageslicht einmal näher ansahen (ich meine natürlich die Treppe). Dauernd wollte uns irgendjemand Rosen oder komische Monster oder Sonnenschirme verkaufen. Liselle ist fast der Kragen geplatzt und sie guckte so böse, dass ich an Stelle der Verkäufer sofort abgezogen wäre. Doch die ließen sich nicht beirren, die scheinen hartgesotten zu sein. Bin gespannt, wie Liselle beim nächsten Mal reagieren wird.

Liselle und Tim im Kolosseum Auch heute war der Tag wieder voll mit Eindrücken, die wir an unserem dritten Romtag erlebten. Am Piazza del Populo wanderten wir auf Goethes Fußspuren, und im Kolosseum besichtigten wir die blutdurchtränkte Arena. Pe und Liselle fanden das nicht so spannend wie Pan und ich.

Was uns am besten gefallen hat? In der Diskussion mit Liselle, Emily, Fabi, Marc, Bob und mir stellten wir auf den ersten Platz der sehenswerten Dinge in Rom das Forum Romanum. Diese Liste wollen wir zunächst gar nicht fortführen, denn noch haben wir zu wenig gesehen. Aber wir kommen wieder – auch ohne das Schmeißen einer Münze in den Trevibrunnen…

Antike Ruinen – Neue Helden

Fabi und Marc im Forum Romanum Egal, was die Menschen über uns Schafe im Wolfspelz denkt, ohne uns gäbe es Rom nicht. Kein Scherz: Wie die Sage sagt, konnten die beiden Gründer der Stadt Rom vor mehr als 2700 Jahren die Stadt nur gründen, weil eine Wölfin sie gesäugt hat. Da ist es nicht verwunderlich, dass ich diese Stadt als meine Stadt betrachte und sie den anderen Smoochies nur zu gerne zeige. Ganz stolz waren wir heute am Forum Romanum, am Coloseum, an den Trajansmärkten und so weiter. Es gab wieder so viel zu sehen, dass es uns fast die Sprache verschlug. Und da Fabi mir die Sage nicht so ganz glaubte, stießen wir am Kapitol doch tatsächlich auf eine Gedenkplatte, auf der das Säugen von Romulus und Remus gezeigt wird. Da war er ganz schön beeindruckt.

Natürlich ist der Ruhm Roms lange her, und so gab es folglich viele antike Ruinen zu bestaunen. Unsere Mädels konnten dem ganzen nicht so viel abgewinnen, sie nutzten das schöne Wetter zum Relaxen am Hotelpool. Das lohnte sich durchaus für sie, denn es war gestern heiß. Zum Glück aber haben unsere Römer an viele, viele Wasserbrunnen gedacht, so dass wir immer wieder unsere Wasserflaschen auffüllen konnten. Erfrischend!

Noch ein Wort zum Forum Romanum. Da gab es so viel zu bestaunen, wir kamen gar nicht richtig durch. In der Curia, dem Ort, in dem Helden wie wir tagten (früher waren das mal die Senatoren), nahmen Fabi und ich gleich die Heldenpositionen bei den Statuen ein und ernteten dafür fröhliche Blicke der Aufseher und Besucher. Ja, wir sind offenbar auch in der ewigen Stadt schon angekommen.

Smoochies in der ewigen Stadt

Im Hotel in Rom Eines muss man den Italiern lassen: Sie sind am Flughafen absolut gelassen und haben Zeit. In Fiumicino dauerte es heute sogar noch länger als in Mailand, nämlich geschlagene 50 Minuten, bis wir endlich unser Gepäck hatten. Kein Wunder, dass wir erst gegen 19 Uhr in unserem Zimmer waren. Doch uns war es egal, es schien nämlich die Sonne, und im Gegensatz zum Nürnberger Schlechtwetter heute Morgen war es super schön.

Keine Frage: Wir zogen sofort in die Stadt und schauten mal beim Papst vorbei. Auf seinem Balkon, von wo er den Urbi et Orbi-Segen spricht, herrschte gähnende Leere, er schien nicht da zu sein. Ich bin aber sicher, dass wir ihm vielleicht noch eine  Smoochie-Audienz gewähren werden. Oder ist er  im wohlverdieten Urlaub? Und wo macht man Urlaub, wenn man in einer so tollen Stadt wie Rom lebt? Diese Frage konnte Tim uns nicht beantworten, denn während wir den Vatikan bei einbrechender Dunkelheit erlebten, plantschten Tim, Liselle, Marc und Fabi im Hotel eigenen Pool umher. Dafür bekamen sie dann aber auch nicht die leckere Pizza zu schmecken, die Emily aufspürte und wir zugleich verspeisten. “Schmeckt wie Uuuurrrlaub!”, rief die Kleine immer. Herrlich.

Morgen geht’s direkt in die Stadt, wir wollen ein paar Sehenswürdigkeiten entdecken. Vielleicht das Coloseum? Das Forum Romanum? Wer weiß, lassen wir uns überraschen.

Abschied

Abschied nehmen aus Madrid hieß es am heutigen Freitag. Doch bis zu unserem Abflug hatten wir noch viele Stunden vor uns, für 19.45 Uhr war der Start vorgesehen. Genug Zeit für uns also, nach dem Auschecken noch einmal die spanische Hauptstadt zu besuchen. Unser erster Weg führte uns noch einmal zum Plaza de Tores, wo wir an einer Führung durch die Arena teilnahmen. Emily war zunächst ein wenig skeptisch, aber zum Glück taten wir es. Uns führte nämlich ein absolut netter Spanier, der sogar Deutsch sprach, so dass wir alle Fragen loswerden konnten, die uns unter den Nägeln brannten. Und da wir tags zuvor dem barbarischen Treiben zugesehen hatten, verstanden wir die Ausführungen sogar noch einmal wesentlich besser. Auch wenn uns diese Tradition befremdlich ist und wir sie absolut nicht nachvollziehen oder gutheißen können, so bekamen wir doch tiefe Einblicke in dieses schreckliche Schauspiel.

Danach liefen wir dann durch die City und lernten endlich Don Quijote und seinen treuen Gefährten kennen, der am Plaza de Espana Emily und mich freundlich begrüßte. Oder es wenigstens getan hätte, wenn er nicht so übervölkert gewesen wäre. Die Windmühlen standen zwar nicht in der Nähe, aber dafür jede Menge andere Leute, die wie Deppen auf dem Denkmal rumturnten um sich mit den beiden berühmten Persönlichkeiten fotografieren zu lassen. Kein Wunder, dass er keine Zeit für uns hatte und sich bedauernd uns ansah.

Nach unserer ausgiebigen Besichtigungstour kehrten wir zum Hotel zurück und holten unsere Koffer, von wo wir dann zum Flughafen fuhren. Hier hatte unser Flieger leider 35 Minuten Verspätung, so dass wir erst gegen 23.15 Uhr in Frankfurt ankamen. Tim war so lieb, mich in die Flugkabine zu lassen, wo ich dann die Ehre von uns Smoochies verteidigte und Pe und Pan beim Kniffeln eindrucksvoll in die Schranken wies. Ein netter Zeitvertreib während des Fluges, in dem wir uns wie in einem Transporter mit viel zu wenig Platz vorkamen. Ja, ja. Die Städte der Spanier sind schön, die Maschinen der Iberia aber weniger.

Freuen wir also nun auf Rom, unser nächstes Ziel im August.

Vom Weltkulturerbe zur Barbarei

Weltkulturerbe ist Chefsache! Deshalb habe ich, euer Supermoderator Bob, die Moderation dieser hübschen kleinen spanischen Stadt – 70 Kilometer von Madrid entfernt – übernommen. Doch bevor wir dorthin kamen, mussten wir durch die äußerst strengen Sicherheitskontrollen am Bahnhof. Hier wurde nämlich das Gepäck durchleuchtet. Aber ganz ehrlich – der freundliche Beamte am Bahnsteig fand es spannender, mit seinen Kollegen zu quatschen, als das Gepäck auf dem Scanner zu untersuchen. Egal, passiert ist nämlich nichts. Dennoch an alle Zugreisende der Hinweis: Wenn Ihr Bahn fahren wollt, plant ein wenig Zeit für die Gepäckkontrolle ein.

Nach rund 35 Minuten erreichten wir den schönen Bahnhof von Toledo, und nur wenige Minuten Fußmarsch später empfing uns die Altstadt smoochie-like schön, herrlich auf einem Berg gelegen. Voller Eifer betraten wir die Stadt und rannten die geschätzt und gefühlt 1560 Treppenstufen wie im Fluge hinauf. Wir wären uns wie in einer anderen Zeit vorgekommen, wenn nicht so viele Autos hier fahren würden. Denen aber zuzugucken ist überaus belustigend. Manche Straßen sind nur 1,40 Meter breit, so dass das Auto fahren zum Abenteuer wird, und fast jedes Auto hat Schrammen oder Dellen.

Was uns auch auffiel: In den unzähligen hübschen Gassen kann man recht schnell die Orientierung verlieren. Nur dank Nils, unserem Navigator mit der pfiffig-sich-zurecht-findenden Nase, war es zu verdanken, dass wir alles gut erreichten und uns in diesem Gassenlabyrinth nicht verliefen. Von Kirche zu Kirche ging es, von Gasse zu Gasse, von Aussichtspunkt zu Aussichtspunkt. Geschlagene sechs Stunden hielten wir uns in der Altstadt auf, deren Besuch wahrlich ein Höhepunkt der Tage in Madrid war.

Nachdem wir mit dem Zug wieder zurückgekommen waren, fuhren wir direkt zur Stierkampfarena, die an der Metro-Station Ventas liegt. Es war ein herrlich buntes Gewimmel von Menschen, als wir ausstiegen, ein schönes Bild. Die Tickets ergatterten wir zum Schnäppchenpreis. Der erste Verkäufer wollte uns zwar 31,70 Euro abknöpfen, doch wir fanden auch noch Tickets für 6 Euro. Dafür saßen wir inmitten der Spanier, für die dieses Spektakel so eine Art Volksfest ist.

Es begann auch alles sehr farbenfroh, Die Toreros liefen ein, Männern auf Pferden ritten ein, und alles sah sehr bunt und stimmungsvoll aus. Doch was dann kam, war alles andere als stimmungsfroh – jedenfalls nicht für uns Smoochies. Wir wurden Zeugen einer Barbarei, wie sie nur schwer vorstellbar. Ist. Die Stiere wurden vor dem jaulenden und applaudierenden Publikum in der vollbesetzten Arena nach Meinung der Spanier kunstvoll getötet. Es floss Blut, und die Kämpfer hieben eine spitze Klinge nach der anderen in die armen Tiere, die am Ende blutüberströmt und entkräftet zusammenbrachen, bevor sie endgültig erlöst wurden.

Ein prächtiger Stier war übrigens so stark, dass er gegen die feige menschliche Bande (es waren immer mehrere Helfer dabei) vorging und dabei sogar ein armes Pferd schwer verletzte. Er rammte seine Hörner in den Bauch des Tieres, das aber wieder aufstehen und seinen Dienst verrichten musste, während die Hilfstoreros den Stier am Schwanz zogen und versuchten, ihn von dem Pferd wegzuziehen. Der Reiter war übrigens – vom spanischen Volk applaudierend belohnt – derweil aus der Arena geflüchtet. Und zu alldem aß das Publikum und trank ganz gemütlich Wein und johlte, während das Pferd mit verbundenen Augen und der Stier versuchten zu überleben. Weiße Taschentücher wurden gewunken und mit dem Torero gelitten, als der Stier ihn endlich mal auf die Hörner nahm und über ihm hing. Schade, dass der Stier für sein mutiges Auftreten nicht mit dem Leben belohnt wurde.

Für uns Smoochies war das zu viel, nach 60 barbarischen Minuten verließen wir die Arena und fragten uns, was wir von den Menschen halten sollen, die Tiere so quälen. Wir vierzehn würden niemals auf die Idee kommen, irgendein Lebewesen so niederzuschlachten. Wir Smoochies gedenken der armen, tapferen Tiere!

Wer auch immer glaubt, mal einen Stierkampf sehen zu wollen, dem sei gesagt: es ist schlimmer, als Ihr Euch vorstellen könnt und wollt.

Sonne satt

Heute haben wir echt lustige Sachen gesehen. Am späten Nachmittag führten uns unsere kleinen Füße nämlich in den Retiro Park, in dessen Mitte (na ja, nicht ganz) ein kleiner künstlicher See liegt. Und hier rudern doch tatsächlich unglaublich viele Menschen in dem bisschen Wasser, das übrigens auch noch von dicken Karpfen bevölkert wird. Unterhaltsam war es vor allem deshalb, weil viele Leute gar nicht rudern konnten. Sie bewegten sich überhaupt nicht fort oder drehten sich höchstens im Kreis. Die größte Fahrt bekamen sie nur, als sie sich mit ihren Rudern vom Rand (richtig gelesen, Rand, nicht Strand) abstießen, um wieder aufs offene Wasser zu gelangen. Es gab sogar die Möglichkeit, Rundfahrten zu machen: Ein größeres Boot mied nämlich die Tiefen des Sees und schipperte gemütlich über selbigen. Sehr unterhaltsam. Dieser Park lohnt wirklich einen Besuch, weil er überdies sehr schön ist.

Überhaupt zeugte sich Madrid heute von seiner schönsten Seite. Die Sonne schien kräftig vom Himmel, der selbst königsblau war. Der Nachteil: Der Pan sieht mal wieder aus wie ein Streichholz. Diese unvorteilhafte, aber doch süß ausschauende Kombination muss er sich an dem ägyptischen Tempel zugezogen haben, wo Fabi und Pe den Pan und mich fast vier Stunden suchten (so jedenfalls hörte es sich an, als sie sauer wiederkamen). Dabei saßen wir zwei nur vor dem Tempel und warteten auf sie. Und das halt in der prallen Sonne – mit dem Streichholzeffekt als Ergebnis. Der Tempel selbst ist lustig. Mitten in Madrid steht er da und darf kostenlos besichtigt werden. Atemberaubend ist er zwar nicht, aber die gesamte Anlage in der Nähe des Plaza del Espana ist durchaus sehenswert. An dem besagten Platz haben wir dann Don Quijote kennengelernt, bevor er mit seinem treuen Gefährten gegen die Windmühlen ritt. Keine Frage, dass wir uns nach so anstrengenden Besichtigungsrunden eine nette Pause bei Starbucks gönnten.

Morgen geht es übrigens nach Toledo. Am Bahnhof Atocha haben wir uns bereits heute Abend die Tickets für die Fahrt mit dem Zug gekauft. Um 10.20 Uhr geht’s los. Wir freuen uns drauf!

Streiks, Proteste und bewölktes Madrid

Streiks in Frankreich, Proteste auf dem Plaza Purta del Sol – so lassen sich unsere ersten Stunden des heutigen Tages umschreiben, als wir nach Madrid aufgebrochen waren, jene Stadt, die unsere Fußballfans Tim und Fabi hauptsächlich vom Fußball her kennen. Deshalb ein guter Tipp voran: Steigt nicht an der Metrostation Sol als erstes aus, sonst werdet ihr enttäuscht sein. Denn im Moment ist das hier nichts anderes als ein riesiger Müllhaufen. Zelte und jede Menge lustig aussehende Leute sitzen und laufen hier rum. Protestler eben, wobei ich aber betonen muss, dass wir Smoochies jede Art von Protest gegen Ungerechtigkeit unterstützen, wie Bob und Tim während ihres Protesteinsatzes in London eindrucksvoll bewiesen haben.

Doch kommen wir nun zur Stadtbesichtigung. Madrid ist wirklich schön. Nicht so schön wie die anderen Städte, die wir besucht haben, aber lustig und interessant. Modisch gesehen nichts Besonderes, als junge Dame von Welt kann ich das sehr gut beurteilen. Mit meinem netten Begleiter Sven jedenfalls bin ich stundenlang durch die Stadt gezogen und habe schon jede Menge toller Dinge gesehen. Wir waren am Plaza Mayor, in der Kathedrale und natürlich bei Königs. Allerdings war der Juan samt Frau und Kindern nicht da. Die blaue Flagge war nicht gehisst, und so brauchten wir gar nicht erst an seinem Zuhause, dem Palacio Real, zu klingeln. Dabei hatten wir alles fürs Abendessen dabei: leckeren Käse, leckeres Brot und sogar Cola ohne Zucker. Egal. Mussten wir es halt alleine essen, schmeckte uns genau so gut.

Zum Abschluss dieses schönen ersten Tages, an dem unsere Begleiter Pan und Pe richtig kaputt waren, saßen wir noch zwei Stunden am Plaza Isabel II am Teatro Real und haben BMX-Radfahrern zugeschaut, die auf diesen spartanisch ausgestatten Rädern die waghalsigsten Kunststücke präsentierten, ganz zu unserem Gefallen. Der eine war sogar so gut, so dass dauerhaft sehenswerte Unterhaltung geboten war. Wenn das übrigens die Matadore des 21. Jahrhunderts sind, dann hoffen wir noch darauf, die alte Tradition zu sehen. Die Buben wollen nämlich zu einer Stierkampfarena. Da werden Lily und ich sicher nicht mitgehen. Wir stehen nicht auf so Blutrünstiges…

Abgehoben

Wenn wir fliegen, dann meistens in einem Flugzeug und nie gemeinsam. Wir sind echte Flugprofis, ohne Angst! Der Tag heute war aber auch für uns Smoochies was Besonderes, denn einige von uns trauten sich tatsächlich nicht in dieses sehr eigenwillig aussehende Fluggerät. Nur die Mutigsten – also Sven, Tim und Pe – wagten es und gingen im Zweierpack in die Luft. Paragliding heißt das, und da es Tandemschirme gibt, kann man folglich zu zweit fliegen.

Mit der Gondel ging es in Werfenweng auf den Berg, von wo aus sich unser Trio aus 1800 Metern nur mit einem Schirm gesichert in die Tiefe stürzten. Während Tim, Sven und Pe also den Flug genossen, schlossen Liselle und ich am Boden neue Freundschaft mit Celalina. Sie wartete ebenfalls am Boden auf ihren Helden. Bei strahlendem Sonnenschein war das jedenfalls echt kurzweilig, so dass wir kaum merkten, wie stark die Sonne brannte. Kein Wunder also, dass wir alle ein gutes Stück brauner wurden, manche sogar roter samt Sonnenbrand, wie wir am Abend feststellen mussten.

Sven und Tim in der Klamm

Den Grand Canyon kennen wir schon, eine Klamm noch nicht. Was das miteinander zu tun hat? Nun, eine Klamm sei der Grand Canyon im Kleinformat, erklärte uns Tim, und so fuhren wir neugierig zur Liechtensteinklamm, die nur wenige Kilometer von unserem Palasthotel entfernt liegt. Es ging tief hinein in die Schlucht, um uns herum meterhohe Felswände und stürzende Fluten. Es gab tolle Fotomotive und am Ende einen Wasserfall. Eng und spannend war es also, so dass wir nach Verlassen der Klamm uns erst einmal mit einem Kaiserschmarrn stärken mussten (vom Pan bezahlt). Wir Smoochies wählten übrigens die Vanillesoßenvariante, denn Preiselbeeren fanden bei uns 14 keinen gemeinsamen Nenner. „Draaaaamatisch lecker“, rief Bob jedes Mal aus, wenn er sich wieder ein Stück Süßes in den Mund schob.

Am späten Abend hieß es dann Abschied nehmen, und zum Glück ließen sich Celalina und ihr Freund es sich nicht nehmen, uns allen Tschüß zu sagen. Ich könnte mir durchaus vorstellen, dass die nette Stuttgarterin nach Xenia unser zweiter Ehrensmoochie werden könnte…

Frieren im Frühling

Bob und Jamie vor der Eisriesenwelt

Bob und Jamie vor der Eisriesenwelt

Wenn ich es richtige verstehe, dann ist eine Premiere so etwas wie ein erstes Mal. Wenn das stimmt, was Tim sagt, dann hatten wir heute mehrere Premieren. An einem Tag! Die schönste ist, dass wir alle 14 gemeinsam unterwegs sind, von Anabelle bis Tim sind wir alle im Kurzurlaub in Österreich. Wir kamen sogar pünktlich weg, weil Anabelle und Emily, unsere Topmodels, rechtzeitig mit Anziehen, Schminken und Klamotten packen fertig waren. Rechtzeitig heißt bei uns knapp 20 Minuten Verspätung, aber das plant Tim eh schon immer ein.

In Österreich waren einige von uns bereits– so gesehen also keine Premiere –, aber dass wir im Frühling auf einer Eisrutsche waren, das schon. Wir machten nämlich Halt in der Eisriesenwelt, der größten Eishöhle der Erde, wie es dramatisch aufregend heißt. Bewaffnet nur mit einer Öllampe ging es 700 Stufen hinauf und 700 Stufen wieder hinab. Dabei schien es, als wollten die Eisriesen uns mit aller Macht vertreiben und gar nicht erst in ihr dunkles Reich hinlassen. Als wir nämlich die Höhle betraten, fegte uns ein eiskalter heftiger Windstoß entgegen, was Bob seinen berühmten Schlachtruf „draaaaamatische Momente in der Höhle“ ausrufen ließ. Für Lily, Max und Nils war das wirklich dramatisch, denn sie hoben einfach ab (Herr Schmidt saß in Tims Tasche) und wären glatt davon gefegt worden, wenn unser Beschützer Joe sie nicht rechtzeitig eingefangen hätte. Rund einen Kilometer ging es hinein in die Höhle, die uns bei 0 Grad mit faszinierenden Figuren aus Eis begeisterte. Coooooooooool!

Nach diesem frostigen Erlebnis ging es nach St. Johann. Da es von Orten diesen Namens Millionen zu geben scheint, fügt man im Pongau hinzu. Ulkig, was es alles so gibt. Hier sind wir in einem traumhaft schönen Hotel untergebracht (mit Dusche und Badewanne!). Während sich Pe und Pan eine kleine Schlafstube teilen müssen, haben wir ein riesengroßes Zimmer für uns selbst. Mit TV. Und das war wichtig, denn unser königsblauer Tim durfte seinen ersten Titel mit seinem Lieblingsclub feiern – die nächste Premiere.

Nach dem Essen – unserem ersten Drei-Gänge-Menü (Lily und Max warten noch immer auf den Käse) – entführten wir Buben eine echte Pongauer Braut. Das machten wir so gut, dass die Hochzeitsfeier gefährdet war. Einerseits konnte der Bräutigam sie nicht finden, anderseits wollte die hübsche Dame auch gar nicht mehr von uns weg. Verständlich.

Marc fiel später dann ein wenig aus dem Rahmen. Angestiftet von zwei Berlinern nippte er am Wein und paffte! „Wo ist denn die Braut“, fragte er immer wieder a weng angesäuselt. Ich bin sicher, dass unser Schaf im Wolfspelz morgen früh einen Kater haben wird. Für ihn ganz sicher eine Premiere…

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