Da ist es. Am heutigen Heiligabend ist unser Jahrbuch 2011 erschienen. Das Cover ziert natürlich unser liebster Herr Schmidt, an den wir uns immer wieder gerne erinnern. Herausgegeben haben es Fabi und ich – Emily -, die Texte kommen wie immer von uns allen Smoochies. Enthalten sind alle unsere Ausflüge in diesem Jahr bis Mitte Dezember, es ist also ganz druckfrisch.

Mit unserem Jahrbuch wünschen wir Euch allen gesegnete Weihnachtstage.
Streiks in Frankreich, Proteste auf dem Plaza Purta del Sol – so lassen sich unsere ersten Stunden des heutigen Tages umschreiben, als wir nach Madrid aufgebrochen waren, jene Stadt, die unsere Fußballfans Tim und Fabi hauptsächlich vom Fußball her kennen. Deshalb ein guter Tipp voran: Steigt nicht an der Metrostation Sol als erstes aus, sonst werdet ihr enttäuscht sein. Denn im Moment ist das hier nichts anderes als ein riesiger Müllhaufen. Zelte und jede Menge lustig aussehende Leute sitzen und laufen hier rum. Protestler eben, wobei ich aber betonen muss, dass wir Smoochies jede Art von Protest gegen Ungerechtigkeit unterstützen, wie Bob und Tim während ihres Protesteinsatzes in London eindrucksvoll bewiesen haben.
Doch kommen wir nun zur Stadtbesichtigung. Madrid ist wirklich schön. Nicht so schön wie die anderen Städte, die wir besucht haben, aber lustig und interessant. Modisch gesehen nichts Besonderes, als junge Dame von Welt kann ich das sehr gut beurteilen. Mit meinem netten Begleiter Sven jedenfalls bin ich stundenlang durch die Stadt gezogen und habe schon jede Menge toller Dinge gesehen. Wir waren am Plaza Mayor, in der Kathedrale und natürlich bei Königs. Allerdings war der Juan samt Frau und Kindern nicht da. Die blaue Flagge war nicht gehisst, und so brauchten wir gar nicht erst an seinem Zuhause, dem Palacio Real, zu klingeln. Dabei hatten wir alles fürs Abendessen dabei: leckeren Käse, leckeres Brot und sogar Cola ohne Zucker. Egal. Mussten wir es halt alleine essen, schmeckte uns genau so gut.
Zum Abschluss dieses schönen ersten Tages, an dem unsere Begleiter Pan und Pe richtig kaputt waren, saßen wir noch zwei Stunden am Plaza Isabel II am Teatro Real und haben BMX-Radfahrern zugeschaut, die auf diesen spartanisch ausgestatten Rädern die waghalsigsten Kunststücke präsentierten, ganz zu unserem Gefallen. Der eine war sogar so gut, so dass dauerhaft sehenswerte Unterhaltung geboten war. Wenn das übrigens die Matadore des 21. Jahrhunderts sind, dann hoffen wir noch darauf, die alte Tradition zu sehen. Die Buben wollen nämlich zu einer Stierkampfarena. Da werden Lily und ich sicher nicht mitgehen. Wir stehen nicht auf so Blutrünstiges…

Emily auf dem Kanu
In Hamburg auf der Elbe zu fahren ist natürlich nichts Ungewöhnliches. Dafür sorgen schon die unzähligen Schiffe, die man für eine Hafenrundfahrt besteigen kann. Aber selbst zu paddeln auf einem der unzähligen Kanäle, das ist schon smoochiemäßig cool. Genau das haben wir heute getan. In Bergedorf.
Dabei sah es so aus, als würde das nichts werden an diesem sonnigen Tag. Denn der erste Kanuverleiher hatte nur noch Kajaks. Und ganz ehrlich: Da steige ich als junge, moderne Frau, die natürlich viel auf ihr Aussehen hält, nicht ein; viel zu wackelig das Ganze, man wird nass, besonders dann, wenn zwei Ungeübte wie Pe und Pan kajaken. Also mussten wir weiter suchen und statt auf der Bille fuhren wir dann auf der Dove Elbe. Denn bei Neuengamme hatten wir tatsächlich Glück. „Das ist heute wie ein Sechser im Lotto“, sagte die nette Kanuverleiherin, als wir fragten, ob sie noch ein Kanu hätte. Da sie eins hatte, schlugen wir sofort zu und fuhren ganz gemütlich neunzig Minuten bei herrlichem Sonnenschein durch die Gegend. Na ja, Bob und ich ließen uns fahren, aber wir feuerten Pe und Pan an, kräftig zu rudern, damit wir den Kurzurlaub nach diesen vier anstrengenden, aber spannenden Tagen erholsam beenden konnten. Und wir trafen die Entscheidungen, wohin es ging. Jemand muss ja die Verantwortung übernehmen. Man, was war das ein Spaß. Sollten wir wieder machen, sind sich Bob und ich einig.
Mit dem letzten Zug ging es dann schließlich wieder nach Unterfranken. Zuvor hatten wir den Leihtoaster zurückgegeben, und glücklicher Weise folgten wir Pans Empfehlung, in Altona einzusteigen. Hier beginnt der Zug, so dass wir ganz entspannt einen Sitzplatz für uns fünf aussuchen konnten. Fünf? Ja, fünf. Denn Marc und Bob blieben im Norden. Sie haben jede Menge zu tun. Aber am Wochenende sehen wir sie ja wieder.

Lily und Max in den neuen Monsterboots
Ach, was war das Wetter heute schön. Strahlender Sonnenschein den ganzen Tag über. Da war es fast viel zu schade, dass wir fast zwei Stunden im Naturgeschichtlichen Museum verbracht haben. Aber selbstverständlich war es spannend, denn wir sahen Dinosaurier. Fabi ist davon überzeugt, dass wir Smoochies die legtimen Nachfolger dieser Herrscher der Uhrzeit sind. Und Aussterben sei für uns unmöglich, denn unser Hirn sei eben doch viel besser als das dieser gröhlenden Monster. Ich glaub ja, Fabi hat recht, doch Tim meinte gerade eben, da habe der gute Berliner ein bisschen Quatsch erzählt. Werden’s sehen…
Danach ging es dann endlich nach Camden Town. Hier wollte ich unbedingt hin und für Lily, Liselle, Anabelle und mich Monsterboots kaufen. Und stellt Euch vor: Wir bekamen tatsächlich welche. Cool sehen die aus, und sie passen uns tatsächlich allen. Selbst Lily und Max können sie gut benutzen, sie passen in jeweils einen Schuh! Liselle und Anabelle, die beide zuhause geblieben sind, sind ganz aus dem Häuschen, als ich ihnen eben die tolle Nachricht überbracht habe.
Morgen wird es in London dann ein wenig kritisch, denn es steht eine Großdemonstration auf dem Programm. Das heißt, dass wir nicht überall hinkommen. Was soll’s? Wir kriegen das bestimmt hin und werden trotzdem einen tollen letzten Tag in London haben. Für uns Mädels hat sich der Ausflug bereits jetzt gelohnt.

Emily überprüft Schädel im Naturgeschichtlichen Museum
Weit sind wir heute nicht gekommen, aber das war auch gar nicht unser Ziel. Vielmehr wollten wir die seltene Gelegenheit nutzen, eine berühmte
Würzburger Wehranlage zu besichtigen. Wollten? Wir taten es auch. Und so tauchten wir hinein in die Vergangenheit unserer Heimatstadt.
Ostern, Pfingsten und an ein paar anderen Tagen hat der gewaltige, viergeschossige Geschützturm nur geöffnet. Wir hatten das Glück, strahlenden Sonnenschein genießen zu können, so dass der Besuch des Turms und der Kasematten wirklich grandios war. Hatten Lily und Max gehofft, die Kasematten hätten was mit Käse zu tun, so mussten wir sie nach unserer Rückkehr leider enttäuschen. Dafür wissen wir aber nun, wieso der Turm so heißt. Er ist benannt nach den 21 senkrecht nach unten gerichteten Schussöffnungen, die namengebenden “Maschiculis”.
Noch eine kleine Bemerkung: Viele nennen unsere Festung die Würzburg. So heißt sie natürlich nicht, ihr norddeutschen Banausen (Fabi und Anabelle natürlich ausgenommen)!
Wasser ist bekanntlich Gift für uns Frauen. Also besonders für die Frisuren, jedenfalls dann, wenn es nicht beabsichtigt kommt. Und bei Wasserfällen spritzt da schon mal einiges rum. Dennoch war der Gang zu den Spokane Falls heute einen Besuch wert, denn gemeinsam mit Tim, Anabelle und Nils wanderten wir zu den unteren und oberen Fällen – im einheimischen Sprachgebrauch Lower- und Upperfalls genannt -, und diese waren sehenswert. Wie viel Wasser da jede Sekunde runterdonnert … erstaunlich.
Unser alter USA-Smoochie Tim war weniger beeindruckt, er war im vergangenen Jahr bekanntlich an den Niagarafalls, aber wir sind auf unserer langen Reise nach Osten mit allem zufrieden, was wir sehen. Insofern: Wirklich schön und kurios, die Wasserfälle fließen nämlich mitten durch das Expogelände der Stadt Spokane. Richtig gelesen: 1974 war hier im sogenannten Riverfront Park die Weltausstellung. Und das fand auch Tim cool!
Fürs Parken musste Tim übrigens einige Quarters rausrücken, was er dann nach kurzem Zögern gerne tat. Ist ja auch nicht so teuer, knapp ein Dollar für eine Stunde, und das mitten in der Stadt. Davon kann man zuhause nur träumen.
Heute Abend sind wir in einem tollen Motel unterkommen, das dank der Coupons recht erschwinglich ist. Für uns aber Luxus pur. Zwei riesengroße Betten, wovon eines sofort von uns Smoochies in Beschlag genommen wurde. Wie das mit den Coupons funktioniert, das erklärt Bob im fünften Teil seiner Smoochies-TV-Reihe. Es lohnt sich, immerhin hat Marc seinen großen Gastauftritt.
In Spanien waren wir noch nie. Für Tim und Fabi, unsere beiden Fußballverrückten, ist das was ganz Besonderes, denn sie sind im Land des Fußballweltmeisters. Das waren wir auch noch nie. Und ich war erstmals oben im Flugzeug, gemeinsam mit Tim. Erstmals, also war ich da auch noch nie. Drei Premieren auf einen Streich, die wir gestern erleben durften.
Um 20 Uhr waren wir erstmals in unserem Hotel, unserer Unterkunft in den kommenden drei Tagen. Gemütlich ist es, aber wir haben kein Frühstück. Für uns kein Problem, denn dank Tims Charme bekommen wir eh alles bestimmt umsonst. Nur Pe und Pan haben da größere Probleme. Schlecht ist nur das Wetter bisher, unser abendlicher Ausgang fiel buchstäblich ins Wasser, denn es gewitterte. Egal. Dafür gab es dann eine kurze Fotosession in der Lobby.
Noch einmal zurück zum Flug: Wir hatten wirklich schön viel Platz, und neugierig wie ich bin, fragte ich den Pilot, wie schnell wir bei der Landung sind. Also zuerst die Flugbegleiterin, aber die rief dann den netten Piloten herbei. Rund 250 Stundenkilometer im Schnitt, das hänge vom Gewicht ab, sagte er freundlich. Wieder was gelernt, was Tim vorher noch nicht wusste. Auch eine Premiere!
So. Morgen kann die Gaudi losgehen! Hihi!

Gemütliche Aussicht: Bob und Emily in Amsterdam
Die Holländer sind doch wirklich ein freundliches und fröhliches Völkchen. Wobei ich zugeben muss, dass ich nicht weiß, ob es nicht vielleicht doch die Niederländer sind? So ganz habe ich das nicht verstanden. Das ist in Deutschland doch einfacher. Wir sind Unterfranken, und der Rest ist der Rest!
Auf jeden Fall waren wir am Samstag in Amsterdam. Ein wirklich tolle Stadt mit viel, viel Wasser. Während die restlichen sieben Smoochies in Senden rumtoben durften, hatten wir – Bob und ich – das Vergnügen, Pe und Pan auf ihrem Ausflug nach Amsterdam zu begleiten. Es war ein toller Tag, geniales Wetter – keine Schafskälte *grins*- und die Fahrt dorthin trotz eines kleinen Staus schön. Unseren beiden Ernährern mussten wir dann erst einmal erklären, wie das Parksystem dort funktioniert. Es gibt dort nämlich Automaten, die kein Geld akzeptieren, aber Nummernzeichen haben wollen, ohne uns Sonderzeichen oder Striche anzubieten. Wie also bitte sollen wir WÜ eingeben? Doch 30 Minuten und gezahlte 16 Euro später ging unser Rundgang los.
Der war genial. Wir sahen Coffeeshops, Boote, Wasser, Boote, schöne Häuser und wieder Boote. Und jede Menge Leute, die auf ihren Booten feierten. Und wir drehten einen Film! Mit Bob und mir als Moderatoren. Ja! Wir haben den ersten reinen Smoochies-Film gedreht! Dabei waren wir offenbar so gut, dass wir zwei Mal Szenenapplaus von den umstehenden Zuschauern bekamen. Absolut gerechtfertigt. Es hat wahnsinnig viel Spaß gemacht.
Fazit: Ein rundum gelungener Tag.
Hihi * grins*, man möge mir verzeihen, aber das Wortspiel oben musste ich tun. Wir wurden natürlich nicht wirklich nach Senden gesendet, sondern wir sind gefahren. Aber der Name des Ortes, wo Pans Eltern wohnen, ist doch lustig. Senden. Wie schicken! Und es gibt weitere lustige Namen hier in der Gegend: Havixbeck, Nottuln. Habe ich noch nie gehört. Was das wohl soll?
Wir sind also mal wieder unterwegs, alle Neune, und feiern mit Pans Vater Geburtstag. 78 Jahre ist er gestern alt geworden. Pe packte uns am späten gestrigen Nachmittags ins Auto, und mit unserer Unterstützung – besonderen Dank an Tim und Fabi – erreichten wir um 20 nach 7 Uhr abends den Bahnhof Fulda. Hier gabelten wir den Pan auf, der nicht nur aus Hamburg mit dem schnellen Zug angefahren war, sondern auch das Steuer übernahm und uns nach Senden fuhr.
Pans Bruder mit Gattin ist da (sie lernt heute Fabi kennen), die Nichten waren auch da, die Schwester – eine ganze Menge los. Wir waren folglich spät ins Bett, aber es ist immer gemütlich, wenn wir neun Smoochies unterwegs sind. Heute möchte Pe unbedingt nach Amsterdam. Der Pan ist nicht ganz so begeistert, aber er kann seiner Pe ja nichts abschlagen, und besonders Bob freut sich auf diese Stadt (??). Wir sind gespannt.
Jetzt aber müssen wir erst einmal Opa Hans einen Guten Morgen wünschen!
Sonne, Wasser, gute Laune und leckeres Essen. So könnte man den heutigen Tag beschreiben, an dem wir Smoochies – alle Neune – unterwegs waren. Tim und Liselle kamen sogar in das Vergnügen, eine Rundfahrt über den Tegernsee zu machen. 90 Minuten lang! Liselle durfte mit, weil sie bekanntlich heute auch Geburtstag hat, und wir haben ihr ein tolles Geburtstagsständchen gebracht. Wir haben währenddessen den Ort Rottach-Egern unsicher gemacht, denn hier haben wir unser Quartier für die kommenden drei Tage aufgeschlagen.
Die Autofahrt in den Süden war natürlich lustig, denn wenn wir schon alle unterwegs sind, ist das Getuschel groß. Das Zimmer im Hotel, das Pe gestiftet hat, ist schön groß, Blick auf die Berge. Herrlich. Ach ja, das Wetter: Warm, sonnig. Rund 29 Grad. Was will man mehr.
Am morgigen Samstag geht es offenbar nach Rosenheim. Pe und Pan wollen die Landesgartenschau besichtigen. Ich bin gespannt, wer von uns mit darf.