Hui, was war ich schwarz! Mein weißes Fell war ganz moorig, denn ich durfte mal eben in einen Holzschober springen, der voller Moor war. Fast schwerelos fühlte ich mich, was mir natürlich ausgesprochen gut gefiel. Und heilsam war es, denn Moorbäder helfen ja so ziemlich gegen alles. Und für manches, wie zum Beispiel fürs Kinderkriegen. Das sei zwar wissenschaftlich nicht erwiesen, doch meistens helfe es, den Klapperstorch über den Kinderwunsch zu informieren, erklärte man mir.
Nach einem kurzen Abstecher bei einem ganz leckeren Brötchenladen samt super nettem Bäcker fuhren wir nach Oberstaufen. Hier soll es so übrigens richtig teuer sein. Und meine teuren Füßchen wurden hier in der Folgezeit arg strapaziert. Denn Pe und Pan zwangen mich mit auf eine Tour vom Hochgrat herunter, dem mit immerhin 1833 Metern höchsten Berg im westlichen Allgäu.
Die Hochfahrt war angenehm, wir fuhren nämlich in der Hochgratbahn hinauf. Da hatte ich eine schöne Aussicht hinunter ins Tal, die mich auch auf dem 1708 Meter hohen Ausgangspunkt für die vielen Wanderrouten begeisterte. Dann aber kamen die beiden oben erwähnten auf die Idee, den alpinen Wanderweg hinunter zur Talstation zu laufen. Ja, richtig gelesen: laufen! Und das mit meinen zarten Füßchen! Der Anfang war noch sehr schön, denn es ging hoch und runter auf schönen Naturwegen. Doch nach knapp eineinhalb Stunden ging es nur noch bergab über Asphalt und andere Gesteinsbrocken. Und zum Höhepunkt kletterte ich durch gefällte Bäume hindurch, denn wir mussten ja irgendwie hinunter, kein Bus ging mehr. Ich gebe es ja zu: Spannend war es trotzdem, auch weil ein wirklich netter Mann mir alles über die Natur hier erklärte. Was ist eine Alpe, wie sieht sie typischerweise aus, wo stehen die ganz alten Bäume? Das war schon interessant. Und seid versichert: Nach über fünf Stunden kamen wir völlig fertig an.
So nebenbei möchte ich erwähnen, dass wir Absynth, das high machende Getränk der Künstler probiert haben. Passt gut, schließlich sind wir Smoochies ja auch so eine Art Künstler-Rasselbande. Schmeckte übrigens sehr interessant!
Unten angekommen fuhren wir zur Grasgehrenhütte in Obermaiselstein, wo morgen der Viehscheid beginnt. Da werden dann die Almkühe hinunter ins Tal getrieben und an ihre Besitzer übergeben. Doch darüber wird ganz sicher der Bob berichten.
Heute muss ich in die Tasten hauen, denn Fabi ist dazu noch nicht in der Lage. Da hat sich Pes Lieblings-Smoochies doch glatt für ein paar Stunden in eine Verkäuferin verliebt. Der Grund: Die war so super nett und hat der Pe glatt eine tolle Cremedose gescheckenkt, obwohl wir gar nicht so viel eingekauft hatten. Und nun ist Fabi traurig, dass er es sich nicht wagte, die nette (blonde) Dame zum Kaffee einzuladen (der Mut fehlte unserem kleinen Berliner).
Das alles ist in Köln passiert. Pe und Pan entschlossen sich, eine von der Bahn gesponsorte Reise in die Karnevalshochburg zu unternehmen. Wir fuhren über den Frankfurter Flughafen – den wir ja schon alle kennen – und kamen fast pünktlich in Köln an. Hier war es kalt, doch wir haben uns sehr schön amüsiert, wie die paar Fotos zeigen. Über drei Stunden waren wir bei unserem Kurzausflug hier, und es war ganz schön voll. Es war sozusagen auch unser erstes Adventsshopping – mit dem für uns schönen obigen Ergebnis.
Ein einmal mehr sehr schöner und erlebnisreicher Tag. Eben so richtig smoochiesmäßig.
Ach ja: Fabi geht es wieder besser, in seinem Alter verfliegt Liebeskummer relativ schnell, da haben wir alle schön für gesorgt.
Blubber, blubber, heul, heul, spritz, spritz. So könnte man den heutigen zweiten Tag im Yellowstone Nationalpark beschreiben, der großartig war. Hatten wir gestern überwiegend Geysire und Quellen gesehen, die so lebhaft ausbrachen und blubberten wie ein Pubs, den Fabi in der Badewanne lässt, so wurden wir heute mit Geysir-Ausbrüchen belohnt. Am schönsten waren Old Faithful, ein echt cooler Kumpel, der zuverlässig alle 51 bis 120 Minuten ausbricht, und der Pumpton Geyser. Boah, ging das hoch, da waren wir ganz begeistert.
Zuvor waren wir in einem Fountain Paint Pot. Und da blubberte es nicht nur, sondern es windete. Da war doch tatsächlich eine Öffnung im Boden, aus der ganz eigenartige Geräusche kamen. Richtig unheimlich. Und der Pot selbst war recht dickflüssig, was aber an der Jahreszeit gelegen haben soll. So jedenfalls stand es auf dem Schild.
Und dann waren wir im Midway Geyser Basin. Da dampft es am laufenden Band. Grund sind die heißen Quellen, die bis zu 70 Grad heiß werden. Bob und Fabi waren hellauf begeistert, haben sie hier doch richtig viel Nebel gesehen, den sie in ihren Film einbauen wollen. Das schöne dabei: Der Nebel war warm. Denn es windete so sehr, dass es uns Mädels ab und zu kalt wurde. Na ja, und da kam der warme Nebel so richtig gelegen.
Um 7 Uhr pm (richtig, die Amerikaner schreiben 19 Uhr so komisch) mussten wir den Park dann leider verlassen. Zum Glück sahen wir zum Abschluss noch einen richtigen Bison. Der marschierte ganz gemütlich auf der Straße, mal links, mal rechts und war einfach nur gemütlich unterwegs. Ein anderer Autofahrer verscheuchte ihn dann, und wir konnten weiterfahren. Morgens hatten wir noch eine kleine Elch-Familie gesehen, die auf einer Insel im Madison River gut gelaunt rastete.
Schade, schade, schade. Unser erwartungsvoller Besuch im japanischen Garten in Portland fiel buchstäblich ins Wasser. Denn es regnete, und unsere Felle wurden wirklich nass. Dabei hatten wir uns so auf den Garten gefreut, denn unsere Cousine Theresa ist bekanntlich für ein Jahr in Japan, und was lag da näher, als einmal zu sehen und zu riechen, wie es im fernen Osten so sein könnte.
Portland fanden wir dank Nils und Werner zielsicher, unterbrochen von einem Stop in einem Outlet. Man, was gab es da leckeres Eis! Eine riesen große Kugel für jeden, serviert in einer Waffel, die ihresgleichen suchte. Das besondere: Die Eisverkäuferin formte zunächst eine Monsterkugel, mischte dann zwei leckere schokoladige Zutaten drunter und füllte alles in die leckerste selbst gemachte Eiswaffel mit Schokorand, die wir jemals gesehen und geschmeckt haben. Herrlich, so ein Bauch voller leckerem Eis.
Da regnete es noch nicht, der kam, wie gesagt, erst später. Nun sitzen wir kurz vor Seattle in einem Motel, das dem Pan durchaus spanisch vorkommt. Aber es ist ok hier, und Pe hat ihn wieder beruhigt. Und Bob hat sogar eine weitere Folge von Smoochies-TV produziert.
In diesem Sinne. Allen viel Spaß mit meinen Kumpels und mir!
Pan und Pe lassen offen, wen sie mit nach Amerika nehmen. Wen’s trifft hierzubleiben, wissen wir nicht, aber wir könnten ihnen nicht böse sein. Sie bemühen sich nämlich, uns ein abwechlsungsreiches Programm zu bieten. So auch heute, als Marc und ich die nähere Gegend mit ihnen erkunden durften. Es war wirklich schön, bei herrlichem Sonnenschein durch die Weinberge zu laufen, genauer gesagt den Steinweinpfad entlang.
Marc war ganz aufgeregt, so richtig weg ohne die anderen Smoochies war er noch nicht, ich dagegen komme als Hamburger Deern bekanntlich aus einer Metropole, dem sogenannten Tor zur Welt, wie wir Hamburger selbstbewusst sagen. Da sind mir Unterwegssein und Weltoffenheit ins Blut gelegt. Wie gesagt, ein schöner Rundgang, zumal wir zum Abschluss zum Flugplatz auf dem Schenkenturm fuhren, wo wir uns Segelflieger und Motorflieger anschauten und Starts und Landungen betrachteten. Und nach dem USA-Urlaub werden wir hier einmal lecker Pizza-Essen gehen. Vorfreude ist also garantiert.
Da wird sich Tim hoffentlich freuen, und ihn vielleicht auch ein wenig über das schlechte Spiel seiner königsblauen Jungs hinwegtrösten. Ich habe ihm nämlich einen neuen Schalke-Schal gekauft. Er kleidet nicht nur mich außerordentlich gut, sondern ihn bestimmt auch.
Der Tim hat es ja schon geschrieben: Ich bin die Neue. Anabelle ist mein Name, mit nur einem “n”. Dies an die Adresse des Pan, der meinen wundervollen Namen mit einem zweiten “n” verhunzte.
Im Moment bin ich in Hamburg, Bobs zweiter Heimat. Das habe ich von seinen Freunden, den Nord-Smoochies, dauernd erzählt bekommen. Ein richtig cooler Typ sei er. Na klar bin ich als Mädel anders, und doch ist es hier auch für mich ganz nett. Aus dem Haus traue ich mich nicht, weshalb ich heute gefaulenzt und DVD geschaut habe.
Nun freue ich mich auf meine erste Zugfahrt, dann werde ich endlich die anderen Smoochies im Süden kennenlernen. Und natürlich die Pe!